Lernende am Werk: In Wettingen bauen die Profis von morgen

Auf einer besonderen Baustelle in Wettingen übernehmen Lernende das Kommando: Die Hächler AG Hoch- und Tiefbau realisiert ein Dreifamilienhaus als reines Lehrlingsprojekt. Unter der Leitung von Polier Daniel Stäubli Pineda beweisen die angehenden Maurer, dass sie bereit für grosse Verantwortung sind.

Seit dem Baubeginn Anfang November 2025 herrscht am Projektstandort in Wettingen eine besondere Dynamik. Wo normalerweise eingespielte Teams aus Routiniers agieren, bauen hier drei Lernende der Hächler-Gruppe ein komplettes Dreifamilienhaus. Neben dem Polier und dem erfahrenen Kranführer, Pierre Wostrazky, besteht das Team aus Nevio (2. Lehrjahr, Hächler AG), Fabrice (2. Lehrjahr) und Luca (3. Lehrjahr), welche von der Schwesterfirma Mäder AG Bauunternehmen zum Projekt dazugestossen sind. Bis zum geplanten Rohbauende im April 2026 setzen sie fast alle Arbeiten in Eigenregie um. Lediglich die Bewehrungsarbeiten wurden an eine spezialisierte Akkordanten-Firma vergeben.

Besonders die sehr engen Platzverhältnisse auf dieser Baustelle verlangen eine exakte Logistik und vorausschauende Planung. Eine weitere Besonderheit ist der Einbau der Liftschächte: Diese wurden als Betonfertigteile angeliefert und mussten mit höchster Präzision per Baukran versetzt werden. Diese Aufgabe erforderte volle Konzentration und eine perfekte Abstimmung zwischen den Lernenden und dem Kranführer.

Um die hohen Qualitätsstandards der Hächler AG zu garantieren, agiert Daniel Stäubli Pineda nicht nur als Polier, sondern vor allem als Mentor. Gemeinsam mit dem Kranführer unterstützt er die Lernenden bei der Arbeitsvorbereitung. Er prüft die Arbeitsschritte mehrmals täglich und gibt sein Fachwissen direkt vor Ort weiter. Die Lernenden dürfen zudem aktuelle Aufgaben aus der Berufsschule mit auf den Platz bringen, um Theorie und Praxis unmittelbar miteinander zu verknüpfen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Das Ziel der Hächler AG war es, etwas Neues auszuprobieren und die jungen Talente gezielt zu fordern und fördern. Auf dieser Baustelle dürfen die Lernenden Entscheidungen selbst treffen. Macht sich ein Fehler bemerkbar, greift der Polier ein und nutzt die Situation als Lerneffekt. Die Lernenden sind stolz auf die geleistete Arbeit, und jeder gemeinsame Fortschritt macht sie als Team noch stärker.

Unsere Bilanz fällt positiv aus. Ein Projekt dieser Grössenordnung ist für ein Lehrlingsprojekt mit drei Lernenden optimal. Auch wenn die intensive Betreuung und die detaillierte Arbeitsvorbereitung für den Polier eine zusätzliche Herausforderung darstellen, hat Daniel Stäubli Pineda diese Aufgabe sehr gut gemeistert. Wir sind stolz auf das ganze Team und freuen uns bereits heute auf das fertige Ergebnis.

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